VMG

Verband für Mediation gerichtsanhängiger Verfahren

Wie werde ich Mitglied im VMG?

Ziel des VMG ist es, qualitativ hochwertige Mediation gerichtsanhängiger Verfahren zu institutionalisieren und deren gesetzliche Verankerung zu fördern. Dabei wird besonderer Wert auf Kompetenz, Unabhängigkeit und Integrität der MediatorInnen gelegt. Zur Erreichung dieses Zieles wurden im VMG – in Anlehnung an die Voraussetzungen für gerichtlich zertifizierte Sachverständige sowie geleitet durch die Anforderungen bei der Mediation gerichtsanhängiger Verfahren – Qualitätsrichtlinien entwickelt, die als Aufnahmekriterium für eine Mitgliedschaft im VMG dienen.

Eingetragene MediatorInnen, die sich mit den Zielen des VMG identifizieren und ehrenamtlich an der Förderung der gerichtsnahen Mediation mitarbeiten wollen, können die Aufnahme als ordentliches Mitglied im VMG beantragen.

Die Aufnahme erfolgt in 2 Stufen. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wesentlichen Voraussetzungen.  Eine detaillierte Beschreibung der Voraussetzungen und des Ablaufs des Aufnahmeverfahrens sowie der Rechte und Pflichten von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern finden Sie in den Qualitäts- und Aufnahmerichtlinien sowie im Aufnahmeantrag.


Stufe 1: Aufnahme als außerordentliches Mitglied

Voraussetzungen:

  • Eintragung in die Liste des BMJ seit insgesamt mehr als 5 Jahren.
  • Kurzfristige Verfügbarkeit für ehrenamtliche Termine bei Gericht.
  • Unterzeichnung der Kenntnisnahme und Akzeptanz der Ethikrichtlinien des Österreichischen Netzwerks Mediation.
  • Kenntnis des Zivilrechts-Mediations-Gesetzes.
  • Insgesamt 10 durchgeführte Mediationsfälle sind zu dokumentieren, davon 2 Fälle in ausführlicher Form.
  • Aufnahmegespräch, im Rahmen dessen zwei Mediationsfälle mündlich zu präsentieren sind.


Stufe 2: Aufnahme als ordentliches Mitglied

Voraussetzungen:

  • Zwei Co-Mediationen gerichtsanhängiger Fälle, in welchen die Parteien bei Gericht anwaltlich vertreten sind, mit mindestens zwei verschiedenen VMG-Mitgliedern. Anschließende Reflexion anhand vorgegebener Kriterien.
  • Absolvierung eines speziellen Seminars über die wichtigsten Vorschriften des Verfahrensrechts (ZPO) mit engem Kontext zur Mediation.
  • Mindestens vier Intervisionsteilnahmen im Jahr. Insgesamt muss an mindestens sechs Intervisionen in einer vom VMG akzeptierten Intervisionsgruppe teilgenommen werden.
  • Mindestens drei Gerichtsbesuche in Abstimmung mit der Projektleitung.
  • Interesse und Bereitschaft, aktiv und ehrenamtlich im VMG mitzuarbeiten.
  • Hearing vor der Aufnahmekommission.

Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand unter Bedachtnahme auf die Empfehlung der Aufnahmekommission.


Gebühren

  • Der Mitgliedsbeitrag für a.o. bzw. o. Mitglieder beträgt EUR 300 pro Kalenderjahr.
  • Die Bearbeitungsgebühr für die Aufnahme als außerordentliches Mitglied (Stufe 1) beträgt EUR 200.
  • Die Bearbeitungsgebühr für die Aufnahme als ordentliches Mitglied (Stufe 2) beträgt EUR 300. 
  • Mit diesen Beträgen werden die Aufwände für die Evaluierung der eingereichten Unterlagen, das Aufnahmegespräch, die Leitung der Reflexion der Co-Mediationen sowie das Hearing vor der Aufnahmekommission abgegolten. Nicht enthalten sind evt. Kosten für Supervision, Intervision, Seminar über Verfahrensrecht (ZPO), etc.


Verlängerung der Mitgliedschaft

Die o. Mitgliedschaft erstreckt sich über einen Zeitraum von jeweils 5 Jahren. Um die Mitgliedschaft um weitere 5 Jahre zu verlängern, sind u.a. folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Laufende statistische Meldung über bearbeitete Fälle an die jeweilige ProjektleiterIn.
  • Dokumentation der durchgeführten Mediationen.
  • Einhaltung der Ethikrichtlinien des Österreichischen Netzwerks Mediation.
  • Teilnahme an einer vom VMG akzeptierten Intervisions- oder Supervisionsgruppe – nachweislich mindestens 10 Einheiten à 45 min pro Jahr an mindestens vier Terminen.
  • Teilnahme an einschlägigen Weiterbildungen zum Thema Mediation und Konfliktmanagement – tunlichst im Gerichtskontext – und/oder Supervision im Kontext gerichtsanhängiger Mediationsfälle im Umfang von mind. 30 Einheiten à 45 min in fünf Jahren – zusätzlich zur verpflichtenden Fortbildung nach ZivMediatG.
  • Durchführung von mindestens 10 gerichtsnahen Mediationen oder 50 Mediationsstunden in gerichtsanhängigen Mediationen innerhalb von fünf Jahren.


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